Samstag, Oktober 06, 2007

Die Gefahren des Kreationismus in der Bildung

Hier erst das Abstimmungsergebnis: 04/10/07 Europarats-Staaten müssen Einbeziehung des Kreationismus als Wissenschaftsdisziplin in den Unterricht entschieden ablehnen Straßburg, 04.10.2007 – Die Abgeordneten aus den 47 Mitgliedsstaaten des Europarates haben ihre Regierungen nachdrücklich aufgefordert, mit „aller Entschiedenheit“ gegen die Einbeziehung des Kreationismus - der die Evolution der Arten durch natürliche Auslese leugnet - in den Unterricht als gleichberechtigte Wissenschaftsdisziplin neben der Evolutionstheorie anzugehen. In einer bei ihrer Plenarsitzung in Straßburg mit 48 zu 25 Stimmen verabschiedeten Entschließung erklärt die Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE): ''Wenn wir nicht acht geben, könnte der Kreationismus zu einer Bedrohung für die Menschenrechte werden.'' Bei der Vorstellung ihres Berichts sagte die ehemalige Bildungsministerin Anne Brasseur (Luxemburg, ALDE): „Es geht nicht darum, Glauben und Wissenschaft gegenüberzustellen, aber es muss vermieden werden, dass sich der Glaube gegen die Wissenschaft stellt.“ Das Hauptziel der heutigen Kreationisten, die zumeist Christen oder Muslime sind, sei der Bildungssektor, so die Abgeordnete in der Entschließung. Kreationisten wollten erreichen, dass ihre Theorien in das naturwissenschaftliche Lehrpensum der Schulen aufgenommen werden. Der Kreationismus könne jedoch nicht für sich in Anspruch nehmen, eine wissenschaftliche Disziplin zu sein. Es bestehe die große Gefahr, in den Köpfen der Kinder eine bedenkliche Verwirrung zwischen Überzeugung oder Glaube und Wissenschaft zu verursachen, so die Abgeordneten. „Die Evolutionstheorie hat nichts mit göttlicher Offenbarung zu tun, sondern gründet sich allein auf Fakten.“ Die Theorie des „Intelligent Design“ werde subtiler präsentiert und versuche, ihren Ansatz als wissenschaftlich darzustellen, und genau darin bestehe die Gefahr, fügten die Abgeordneten hinzu. „Kreationismus … war lange Zeit eine fast ausschließlich amerikanische Erscheinung“, betonten die Abgeordneten. Heute fände die kreationistische Theorie auch ihren Weg nach Europa und breite sich in zahlreichen Mitgliedsstaaten des Europarates aus. Der Bericht nennt Beispiele aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Polen, Russland, Serbien, Spanien, Schweden, der Schweiz, der Türkei und dem Vereinigten Königreich. http://www.coe.int/T/D/Kommunikation_und_politische_Forschung/Presse_und_Online_Info/Presseinfos/2007/20071004-656-PV-Kreationismus.asp#TopOfPage Vor einer Woche schickte ich an die deutsche Abteilung des Europarates und aus Versehen an die deutschen Mitglieder des Europäischen Parlaments ein Mail mit dem Inhalt: ich schließe mich der Forderung der Europäischen Evangelischen Allianz an, die fordert: "Wir rufen die Abgeordneten dazu auf, das Dokument "Die Gefahren des Kreationismus in der Bildung" abzulehnen". "In einer Demokratie sollte es weder Säkularen noch Gläubigen möglich sein, eine Lehrmeinung aufzuzwingen. Wenn eine Theorie keine Bedrohung für Gesetz und Recht darstellt, sollte es Wissenschaftlern und ihren Studenten ermöglicht werden, diese zu prüfen, darüber zu diskutieren und zu ihren eigenen Schlüssen zu kommen. Es wäre unfassbar, wenn der Europarat die freiheitliche Diskussion über Ideen verhindern will". Die Evolution von "Nichts zu Nietzsche" ist nicht besser von der Wissenschaft bewiesen als die Schöpfung durch einen Schöpfer. Zumindest müsste es mündigen Schülern und Studenten möglich sein, darüber zu diskutieren. In einer totalitären DDR wäre das Diskussionsverbot im Fach Biologie noch zu verstehen gewesen. Aber welche Gefahr geht denn von Menschen aus, die die wissenschaftlichen Erkenntnisse akzeptieren, die aber erkannt haben, dass z.B. die Entstehung des Lebens von selbst von der Wissenschaft nicht erklärt werden kann? Wenn Sie bei Wikipedia unter "Zelltheorie" nachsehen, können Sie lesen: "Neue Individuen entstehen stets aus lebenden Zellen durch Zellteilung, niemals kann eine Urzeugung, also die Entstehung von Zellen aus totem Material, beobachtet werden. Die Erkenntnisse der Zelltheorie führten schließlich zu einem Grundsatz der Biologie, der in lateinischer Sprache so formuliert wurde: omnis cellula e cellula (jede Zelle entsteht aus einer Zelle)..... Durch die Arbeiten Louis Pasteurs wurde die Möglichkeit der Urzeugung (generatio spontanea) endgültig ausgeschlossen." Die Evolutionstheorie lehrt, dass die lebende Zelle durch viele kleine Schritte aus toter Materie entstanden sei. Ich appelliere an Ihr Demokratieverständnis.

Kommentare:

  1. wer sind sie? wo ist das impressum der website? sie tönen zwar groß auf der startseite "Über mich
    Mein Profil vollständig anzeigen", wenn man den link öffnet erfährt man, dass gerhard männlich ist, und dass breitscheid in hessen liegt.sonst nichts, ist ja toll.
    sind sie wissenschaftler, theologe, schwätzer, worin sind sie kompetent?
    was hat evolution mit der entstehung des lebens zu tun? evolution heißt entwicklung und nicht entstehung. der ausdruck "vom Nichts zu Nietzsche" ist insofern nur polemisch oder dumm. das gleiche gilt für den satz "Wenn eine Theorie keine Bedrohung für Gesetz und Recht darstellt, sollte es Wissenschaftlern und ihren Studenten ermöglicht werden, diese zu prüfen"; seit wann beruht der christliche glaube auf einer theorie? esotherik ist auch eine "theorie", sollte sie deshalb im religionsunterricht gelehrt werden?
    schuster bleib bei deinem leisten. falls nicht werde ich am nächsten sonntag von ihrer kanzel ihrer gemeinde verkünden wie evolution funktioniert und was es mit adam und eva auf sich hatte (beide hatten nämlich einen nabel).
    sie zitieren aus wikipedia: "Neue Individuen entstehen stets aus lebenden Zellen......, vergessen aber das zitatende anzuzeigen. ist das absicht?
    sie berufen sich sehr oft -selektiv- auf die bibel, das ist aber riskant. überlegen sie mal: ich könnte behaupten gott sei der erfinder des hollocaust, gefällt ihnen das? nein? stimmt aber: "5Mo 2,34 Dann nahmen wir alle seine Städte ein und vollstreckten den Bann an ihren Bewohnern, den Männern, Frauen und Kindern. Niemand ließen wir lebend entkommen."
    denken sie immer daran: "GLAUBEN HEIßT: NICHT DENKEN WOLLEN"
    guenter@dolgesheim.com

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  2. Hallo Günter,
    dies ist ein Blog, keine Homepage. Das Layout mit "Über mich" war vorgegeben, ich habe es nicht geändert. Unter "Links" finden sie meine Homepage. Hier ist auch ein Impressum.
    Ich bin mündiger Staatsbürger eines demokratischen Staates, der Meinungs- und Religionsfreiheit garantiert (noch). Wenn man nach Europa sieht, könnte man das fast bezweifeln. Kompetent bin ich in Leben, aus Erfahrung.
    Es heißt oft "Evolution vs. Schöpfung". Schöpfung nach der Bibel heißt Erschaffung aus Nichts. Vorher war nichts da. Jetzt ist der Mensch da. Daran muss sich die Evolution messen lassen. Von Nichts zu Nietzsche könnte man das auch ausdrücken. Damit ist nicht nur ein Mensch gemeint, sondern sogar einer, der sich gegen seinen Schöpfer auflehnt. Gut, die Evolution kennt keinen Schöpfer. Deshalb muss die Evolution alleine erklären: wie entstand Materie, Leben, Tiere, Mensch, Information in den Genen. Bei jeder Tierart zur nächsthöheren müsste etwas Neues zusätzlich entstanden sein. Wie die Wissenschaftler glaube ich auch, dass innerhalb gewisser Tierarten Entwicklung geschieht, Variationen auf Grund der bereits vorhandenen Gene (Mikroevolution). Es sieht so aus, dass sie mit mir einer Meinung sind, dass dabei nichts Neues entsteht. Bei einer Höherentwicklung von einer Art, Typ (Grundtyp) in eine andere müsste vollkommen Neues entstehen, neue Strukturen, neue Organe usw. Diese Neuentstehung kann die Evolution nicht erklären. Das kann die Schöpfung auch nicht, aber bei der Schöpfung haben wir mehr. Es gibt eine Offenbarung. Jemand behauptet von sich, dass er der Schöpfer ist. Das kann ich glauben oder auch nicht. Ich kann aber auch glauben, dass von selbst etwas neu entsteht oder auch nicht. Meine 63 jährige Erfahrung zeigt mir, dass nichts von selbst entsteht, auch nicht, wenn man lange genug wartet. Wenn ich glaube, dass etwas Neues unter Einsatz von Willen, Ziel, Plan, Intelligenz und Fähigkeit entsteht, dann kann mir keiner einreden, ich wolle nicht denken. Meine Erfahrung und mein Denken führten mich zu diesem Glauben. Bis 1985 habe ich an die Evolution geglaubt. Die Frage ging mir nicht aus dem Kopf: Kann wirklich etwas von selbst entstehen?
    "Theorie" habe ich geschrieben, weil es für beide keine Beweise gibt. Sollt ich vielleicht lieber "Hypothese" schreiben? Wenn in Biologie über die Entstehung des Lebens geredet wird, ich hoffe, das kommt schon mal vor, dann sollte man auch die Möglichkeit des Erschaffens, durch wen auch immer, diskutieren. Was kann daran so gefährlich sein, dass die Evolutionisten davor warnen? Natürlich kann auch die Esotherik diskutiert werden, wenn sie dazu etwas zu sagen hat. Wer glaubt, in Biologie die gesamte Natur auf das rein Materielle beschränken zu müssen, begnügt sich mit einem Teil der Realität.
    Wenn der Schuster nur bei seinem Leisten bleiben soll, dann haben wir am Ende nur noch Spezial......... .
    Bei Wikipedia unter "Zelltheorie" heißt es am Schluss: "Genetisches Material und Erbinformationen werden bei der Zellteilung weitergegeben." Warum sollte ich das verschweigen. "Wenn sie bei Wikipedia nachsehen": damit forderte ich ja zum Nachlesen des ganzen Artikels auf, das ist meine Absicht.
    Ich berufe mich auf die Bibel und auf die Wissenschaft. Glauben sie nicht, dass ich auch nur irgendein gelungenes Experiment für nichtig erkläre.
    Es stimmt, bei einigem, was Gott tut oder getan hat, kann man nicht einverstanden sein, menschlich gesehen. Das zeigt, dass Gott nicht ein Produkt des menschlichen Geistes ist. Gott ist Dimensionen höher als wir. Er ist heilig und gerecht und er ist die Liebe. Das bekommen wir mit unserem begrenzten Verstand nicht so ganz zusammen. Er kennt die Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft. Er weiß von jedem Menschen, was er in Zukunft alles tut und wie er sich entscheidet. Ich nehme menschlich gesehen mal an, dass Gott vor der Erschaffung des Universums alle Entscheidungen aller Menschen gewusst und in ein globales System eingeplant hat. Diesen Plan hat er dann ausgeführt. GLAUBEN HEIßT: DEM VERTRAUEN, DER DIE WELT GESCHAFFEN HAT UND DER MICH LIEBT.

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  3. Glaube und Diskussionen darüber stehen jedem Menschen frei (so sollte das, meiner Ansicht nach wenigstens sein). Aber was jemand "glaubt", hat im Mathematik, im Sprachuntericht und auch im Biologieuntericht nichts zu suchen. Glaube ist in den Wissenschaften (außerhalb der Theologie) schlicht und ergreifend Fachfremd.
    Religion und Glaube im Biologie-unterricht zu diskutieren, ist ungefähr so leistungssteigernd wie Vokabellernen während der Bundesjugendspiele.

    PS: Wer an die Naturwissenschaften "glaubt" ist sicher sehr religiös - aber hat sie wahrscheinlich nicht verstanden.

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  4. Es gibt eine Wahrheit über die Entstehung des Lebens. Die Wahrheit stimmt, ob Sie das glauben oder nicht. So weit mir bekannt ist, geht es im Biologieunterricht um Leben. Wenn nicht hier, wo soll sonst (außer im Religionsunterricht) über die Entstehung von Leben diskutiert werden? Jede Hypothese, die die Wissenschaft aufstellt, ist Glaube. Der Glaube wird erst zur Gewissheit, wenn er durch Experimente geprüft werden kann. Die Makroevolution ist Glaube, der noch nicht über den Stand der Hypothese hinausgekommen ist. Die Wissenschaft kommt nicht ohne Glaube aus (Annahme von Modellen, die nicht bewiesen sind). Übrigens werden bei den Olympischen Spielen mehr Vokabeln gelernt als sonst wo. Welcher Trainer wird denn so begrenzt sein und seine Sportler nur naturwissenschaftliche Techniken trainieren lassen ohne die geistliche Ebene zu stärken? Das Leben ist doch mehr als bloße Naturwissenschaft. Wer glaubt, die Naturwissenschaft könne die ganze Welt erklären, der verpasst das Wichtigste im Leben.

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  5. Herr Lingenberg,
    Sie haben ja so Recht und Grund gegen die Evolutions"theorie" zu argumentieren. Schade nur, dass die meisten Menschen dabei nicht zuhören - Sie gehen nicht tatsächlich auf Ihre Argumente ein. Sie werden schnell emotional ohne Gegenargumente zu nennen.
    Oft sprechen Evolutionisten davon, dass Evolution Wissenschaft und die Schöpfungsgeschichte bzw. der Glaube an Gott Hokuspokus sei.
    Dabei ist gerade die Evolutions"theorie" ein Hinrgespinst - oder seit wann wäre ein einmaliges, nicht wiederholbares, im Labor nicht experimentell nachweisbares, historisches Ereignis Wissenschaft?? Sie können hundert Milliarden Jahre abwarten aber Steine und Felsen in der Natur werden sich nicht in Tiere, Pflanzen geschweige denn Menschen verwandeln...

    Stattdessen dient die Evolutionstheorie seit ihrer Entstehung der materialistischen Philosophie: "Die einzige Absicht der Befürworter der Theorie ist, die materialistische Philosophie voran zu bringen, die die Existenz Gottes verneint. Der Materialismus ist ein blinder Glaube, der nur die Existenz der Materie annimmt und jede übernatürliche Existenz ablehnt. Da die Materialisten ihre sogenannten wissenschaftlichen Argumente in der Evolutionstheorie finden, unterstützen sie den Darwinismus von seinem Anfang bis auf den heutigen Tag."
    Es ist natürlich toll wenn ich mit solch einer "wissenschaftlichen Theorie" meinen Egoismus rechtfertigen kann!

    Der berühmte britische Mathematiker und Astronom Prof. Fred Hoyle sagte: "Das eine lebende Zelle durch Zufall entsteht ist genauso wahrschienlich, wie die Entstehung einer Boeing 747 aus den Teilen eines Schrotthaufens, die durch einen Wirbelsturm durcheinandergewirbelt werden."

    Ich wünschen Ihnen viel Kraft und Hoffnung für die Zukunft und hoffe Sie eines Tages im Himmel zu sehen.
    LG

    P.S. Sie sollten sich unbedingt "The Star of Bethlehem" ansehen - das ist ein Art Doku und ist wissenschaftlich fundiert. Sie werden staunen. (http://bethlehemstar.net/)

    GLAUBEN HEIßT: DEM VERTRAUEN, DER DIE WELT GESCHAFFEN HAT UND DER MICH LIEBT!

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  6. P.P.S.: Ich meine "The Star of Bethlehem" als DVD - auch wenn die Texte auf der Homepage einiges erklären.

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  7. Yal el Tanim7/6/11 15:05

    Es geht hier um Plausibilitaet. Man kennt ja schon diverse Schritte, wie das Leben vermutlich entstand, siehe z.B. http://www.geophysik.uni-kiel.de/~sabine/DieErde/Erdgeschichte/leben.html und selbst heute werden in Asteroiden Aminosaeuren und Lipide zellaehnlicher Struktur gefunden: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1323892 Es ist zwar bei solchen Funden zunaechst unklar, ob das nicht nur Ueberreste von Lebensformen sind, die zu Urzeiten in den Weltraum geschleudert wurden, aber die chemische Bildung von abiologischen zellaehnlichen Strukturen ist gut untersucht - natuerlich fehlen noch zahlreiche Schritte, insbesondere wie Aminosaeuren sich komplex zusammenbauen koennen (Das sie dies prinzipiell tun koennen, wurde ja gezeigt).

    Analog stellt sich die Situation also gleichsam so da: Wir sehen verwaschene Spuren im Sand einer Wueste mit zahlreichen Luecken in der Spur, und wir sehen Nietzsche drueben stehen. Auf die Frage, wie ist er dort hingekommen, antwortet der Forscher nun: Vermutlich ist er gelaufen (wir sehen ja noch Ueberreste einer Spur). Er will jetzt aber noch wissen, welchen Weg genau.

    Der Kreationist wird argumentieren: "Nein, Gott hat ihn hinuebergetragen!"

    Inwiefern ist "Gott hat Leben erschaffen" denn plausibler als "Leben hat sich aus bekannten chemischen Elementen zusammengesetzt, weil die Umstaende zur Bildung guenstig waren und viel Zeit zur Verfuegung stand"? Denn erste These wird bei genauerer Betrachtung unendlich kompliziert. Wenn ja, wer ist Gott? Der grosse Programmierer einer Matrix? Oder doch Baal oder Aschera oder Zeus oder Odin oder vielleicht Ra? Oder Allah?

    Dazu kommt, dass der Verweis auf Gott an anderer Stelle in der Wissenschaft nie weitergebracht hat. Chrisopher Kolumbus hat nicht gesagt: "Hinter dem Atlantik wartet doch nur Gott" Einstein hat nicht gesagt: "Das Licht fliegt, wie Gott will. Mehr ist nicht noetig zu wissen." Wir wollen (falls es einen Gott gibt) dennoch verstehen, mit welcher Eleganz er die Welt lenkt - und nicht nur, dass er es irgendwie tut.

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  8. Es gibt keinen Nachweis, wie Leben entstanden ist. Kein Vorschlag ist plausibel.
    Stand Nietzsche auf beiden Seiten der Wüste? Fehlende Spuren bedeuten nichts. Was soll dieser Vergleich? Kein Kreationist würde behaupten, dass Gott ihn hinübergetragen hätte.
    Schon Darwin schreibt etwa: Die Lebewesen sehen aus, als ob sie geplant wären. Ist es so gefährlich, wenn man demnach auch annimmt, dass sie geplant sind?
    Es gibt keine Naturgesetze, die sagen, dass sich ein komplizierter Plan zusammensetzt, weil die Umstände zur Bildung günstig waren und viel Zeit zur Verfügung stand.
    Gott ist alles, Programmierer, Planer, Planausführer... Er ist ewig. Haben aber Baal, Aschera, Zeus, Odin gesagt, dass sie die Welt geschaffen haben und dass sie heilig, sündlos sind?
    Natürlich sollen wir durch Wissenschaft die Naturgesetze entdecken. Aber geschaffen hat die Naturgesetze Gott, nicht der Mensch oder die Wissenschaft. Wenn man die Natur ansieht, kann man nur staunen, wie groß der Gott ist, der das alles geschaffen hat und der alles so in eine allumfassende Ordnung gebracht hat. Wie sollte man auf den Gedanken kommen, dass das alles von selbst sich entwickelt hat aus Nichts? Wo bleibt die Plausibilität?

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  9. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wenn jemand sagt, die Wissenschaft ist auch ein Glaube. Zumindest im Bereich der Entstehung des Lebens. Die Kreationisten zeigen viele Lücken auf, die die Wissenschaft aufweist. Auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass die Theorie des Urknalls under der Evolution, genauer gesagt der Makroevolution völlig falsch ist, so würde ich höchstens sagen, wir wissen nicht genau, wie Leben entstanden ist. Niemals würde ich jedoch auf die Idee kommen, Gott dafür verantwortlich zu machen. Es bleibt nämlich immer und immer wieder die Frage, wer dann Gott erschaffen hat. Woher kommt Gott? Als Antwort erhält man meistens, Gott wäre immer schon da gewesen, Gott ist ewig. Also, kein Argument. Es ist mir zwar völlig Schleierhaft, wie Materie entstehen konnte, aber ganz bestimmt konnte sie nicht aus dem Nichts geschaffen werden. Wenn die Evolutionstheorie nicht stimmt, ist das noch lange kein Hinweis darauf, dass es einen Gott geben muss. Als Vergleich vielleicht dazu ein Mensch, der plötzlich vor einer Haustür steht und klingelt. Die Frage, ob er mit dem Auto gekommen sei, verneint er. Jetzt anzunehmen, er hätte sich vor die Haustür beamen lassen und zu behaupten, wenn er nicht mit dem Auto gekommen ist, muss er sich habe beamen lassen, ist ungefähr so sinnvoll, wie Gott für die Entstehung des Lebens und der Welt verantwortlich zu machen.

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