Montag, September 03, 2007

Ich glaubte an die Evolutionstheorie

Mein Glaube an das Weltbild des Evolutionismus beinhaltete: Das ganze Universum entstand und entwickelte sich dauernd bis jetzt von selbst. Dies geschah alles ohne Eingreifen von außen und ohne Willen, Intelligenz, Sinn, Ziel usw. Weil das so ist, kann es keinen Gott geben. Kann wirklich etwas von selbst entstehen? Diese Frage hat mich lange beschäftigt. Wenn etwas von selbst entsteht, müsste man doch Erfahrungen darüber haben. Was ist in meiner Umgebung bis zum Horizont, was ist da von selbst entstanden? Ehrlich, wer findet etwas? Viele Evolutionstheoretiker behaupten es aber fest und steif und wehren alles Denken ab, das andere Möglichkeiten in Betracht zieht. Am 28.08.07 war ich in Herborn-Schönbach im ev. Gemeindehaus. Eingeladen war zu "Kreationismus und Naturwissenschaft". Wie weit lassen sich biblischer Schöpfungsglaube und naturwissenschaftliche Erkenntnis miteinander vereinbaren? Oder wie weit schließen sie sich aus, oder sind sie völlig unvereinbar? Dr Klaus Schmidt (Biologe) aus Beilstein und sein Bruder Olaf (Theologe) als Referenten waren ein Gespann, von dem man gut begründete Antworten erwarten konnte.

Beginnen wir mit dem Biologen. Er sagte: Kreationismus ist keine Wissenschaft. Evolution und das Wissen darüber befasst sich mit Fakten, nicht mit Glauben. Meinungsfreiheit ein sehr hohes Gut. Ist eine Diskussion mit Kreationismus überhaupt sinnvoll. Wie arbeiten Wissenschaftler?

  1. Der Mensch beobachtet Fakten
  2. Er bringt sie in Verbindung
  3. Er stellt eine Hypothese auf
  4. Empirische Forschung
  5. Daraus folgt die wissenschaftliche Theorie. Verallgemeinerung und Anwendung dieser Prinzipien.

Diese Theorie wird als Lehre weitergegeben, ist nicht endgültig, bei neuen Fakten muss die Theorie überprüft werden und neue geistige Zusammenhänge hergestellt werden. Beweise sind immer die Fakten. Moderne Wissenschaft spricht nicht von Beweis, sondern von der Falsifikation. Solange ich es nicht wiederlegen kann, ist es richtig. Keine Theorie kann endgültig bewiesen werden. Aus den Steinwerkzeugen kann man auf die Menschheitsgeschichte schließen. Fakten - Arbeitshypothese - Theorie - mögliche Widerlegung, Falsifikation - Evolution ist ein gut beobachtbareres Faktum: natürliche Ähnlichkeiten in jeder Menge (Aussehen wie auch Erbgut) - Mutationen beobachten - sogar wenn in historischen Zeiten Tierarten auftauchen Pflanzenarten (ich als Botaniker) = Faktum. Ich kann Selektion beobachten. Stammbäume, auch die des Menschen lassen sich rekonstruieren. von 1 Mill. Fossilien ist vielleicht nur 1 erhalten. Evolution ist also als Vorgang eine Tatsache. Die heutigen Tiere und Pflanzen sind Überlebende einer langen Kette von Lebewesen, die alle nicht mehr leben. Theorien, wie es abgelaufen ist , wurden seit Darwin und seinen Vorgängern immer noch verfeinert. Forschung ist ergebnisoffen. Bisher wurde weder Gott noch die Bibel ins Spiel gebracht. Naturwissenschaft, ohne die Gottesfrage zu stellen. = Methodischer Atheismus. anders als systemischer Atheismus als Glaubensgrundlage. Naturgesetze funktionieren überall. Das erleichtert es Atheisten, eine Welt ohne Gott zu fordern. "Religion Grund allen Übels" ist genau so unsinnig wie Gott im Labor zu beweisen. Kleiner Gott, den ich beweisen kann. Wissenschaft: wie passiert was und woher, auf grund welcher Regeln, sie fragt nicht wer und zu welchem Zweck. Naturwissenschaftler, die sich darüber wegsetzen, verlieren den Anspruch, ernst genommen zu werden. Kritik an den Kreationisten: Sie bieten ein geschlossenes und vollständiges Erklärungsgebäude an. Wie will man so Wissenschaft betreiben. Argumentation und Methodik der Kreationisten: Am Anfang keine Fakten, sondern die bewusste Entscheidung, ob die Bibel auch in naturwissenschaftlichen Fragen Autorität hat. Naturwissenschaft, die etwas anderes lehrt, muss sachlich falsch sein. wird sofort in Frage gestellt und geleugnet. Forschung ist also nicht ergebnisoffen. sondern hat dem Zweck zu dienen, die Wahrheit der Bibel, so wie jeweils ausgelegt, zu genügen und zu beweisen. Kreationismus geht von einem Schöpfergott aus, der völlige Freiheit hat, es so oder anders zu machen. Wenn ich die Allmacht Gottes als wissenschaftliches Argument einführe, kann ich damit alles, aber auch das Gegenteil erklären. Aber wenn eine Theorie nicht das Gegenteil zulässt, sagt sie gar nichts mehr aus. Denn eine Aussage muss , wenigstens theoretisch widerlegbar sein. Es muss möglich sein, eine Frage zu stellen, die als Antwort auch die Widerlegung der Theorie zulässt. Das ist gerade beim Kreationismus nicht möglich. Egal wie rum, der Schöpfer in seiner Allmacht hat das so gewollt. Wenn eine Theorie nicht falsifzierbar ist, kann sich die Wirklichkeit beliebig verhalten. Kreationismus, Theorie, die alles erklärt, ist sinnlos. Der Ablauf wird auf die Festlegung der Bibel vorweggenommen. Auf diese Weise müssen neue Fakten, Fossilien, die eine allmähliche Entwicklung des Menschen bedeuten und erklären, entweder geleugnet oder uminterpretiert werden. Damit ist Kreationismus als Wissenschaftstheorie unbrauchbar. "Wort und Wissen" hält trotz dünner Beweislage am Kurzzeitmodell fest. Das kennen wir nur unter Stalin. Die Erde ist eine Scheibe. (Dazu ein Spiegel-Artikel). Für die Anzweiflung konnte man auf dem Scheiterhaufen landen. Christlicher Glaube hat die Kugel ohne Schwierigkeiten integriert. Zusammenfassung: die Wissenschaft geht so vor, wir haben Daten und Fakten, welche Erklärung können wir daraus ableiten? Der Kreationismus sagt: Wir wissen alles und jedes, welche Fakten passen dazu, wie können wir sie anpassen = Gemeinsamkeit aller kreationistischen Richtungen. Besonders radikal sind die Junge Erde Kreationisten, die die Bibel absolut wörtlich nehmen. Alte Erde Kreationisten - Mensch bis 10000 Jahre. lange biblische Schöpfungstage. In meinen Augen besonders erbärmlich und wissenschatlich inkonsequent ist der Glaube an das "Intelligent Design". Die Erkenntnisse der Naturwissenschaft werden akzeptiert, Gott aber als Erklärung für die Entwicklungen in der Natur herangezogen, für die wir derzeit keine naturwissenschaftlichen Nachweise haben. Nach jeder Erkenntnis wird Gott verkleinert. Ulk = Unintelligent design. Es gibt wesentlich mehr ausgestorbene Tiere als lebende. Ein Designer, der seine Produkte so schlecht an die Umwelt anpasst, dass die Mehrzahl der Geschöpfe ausstirbt, kann sich gerade nicht dem Anspruch einer überragenden Intelligenz anheften.Und die Konstruktion von Kompromisslösungen (Bandscheibenschäden durch aufrechten Gang), wären einem intelligenten Designer bestimmt nicht passiert. Ich werde deshalb auch jede Auseinandersetzung mit diesem Thema vermeiden solange das Ergebnis für den Kreationismus feststeht. Damit sind wir bei den militanten Atheisten, die in ihrer genauso reduzierten , auch scheinbar naturwissenschaftlichen Erklärung dann nur eine andere Form des Fundamentalismus darstellen und sich in ihrer Denkstruktur sich auch von den Taliban nicht unterscheiden. Richard Dawkins, der Leben als Ausdruck egoistischer Gene sieht. Neurobiologische Aktivitäten lehnen Religion ab. Mit solchen Reduzierungen der Wissenschaft, der Ideologie, Wirtschaftsabläufe als biologische Vorgänge zu sehen, diese Wissenschaft wird zum Sozialdarwinismus. Altruismus dient der Erhaltung der Art. Menschen werden auf ihren Wert reduziert. Evolution ist keine Glaubenssache, es ist schlicht und ergreifend Fakt. Ich glaube auch nicht daran, dass es draussen dunkel ist, da gucke ich aus dem Fenster und sehe, dass es dunkel ist. Also, das ist keine Glaubenstatsache. An der Stelle vermischen sie einfach Äpfel und Birnen auf eine so unsachliche Art und Weise, dass die Diskussion an der Stelle wirklich keinen Sinn mehr hat.

Detaildesigner

Klaus Schmidt wiederholte oft, dass Evolution Fakt ist. Er sollte es an seinen Wissenschaftskriterien prüfen. Im Bereich der Mikroevolution (Der Variationsmöglichkeit innerhalb der von Gott geschaffenen Arten) wird seine Prüfung Erfolg haben (Darwinfinken haben verschiedene Schnäbel, aber sie sind alle Finken). Ich denke, da stimmen auch die Kreationisten zu. - http://www.genesisnet.info/aktuelles/news.php?Sprache=de&News=93 Anders ist es aber bei der Makroevolution (Entwicklung von Nichts zu Nietzsche ohne Wille, Plan, Intelligenz, Ziel, usw.). Nichts heißt wirklich NICHTS, keine Materie, keine Energie, keine geistliche Substanz. Nietzsche heißt: ein voll ausgebildeter Mensch, der denken kann, der sich frei entscheiden kann, auch gegen einen Gott-Schöpfer. Hier hat die Evolution einige unbezwingbare Hindernisse zu bewältigen. 1. Der Schritt von Nichts zur Materie. Die Wissenschaft kennt keinen Vorgang, kein Experiment hat ihn bestätigt, Falsifikation ist daher auch nicht möglich. Wikipedia: "Beim Urknall wurden große Energiemengen freigesetzt und die expandierende vierdimensionale Raumzeit entstand. Diese gewaltigen Energiemengen führten zur Entstehung großer Mengen an dicht gepackten Elementarteilchen." 2. Der Schritt von Materie zum Leben z.B. zur ersten lebendigen Zelle. Die Wissenschaft kennt keinen Vorgang, kein Experiment hat ihn bestätigt, Falsifikation ist daher auch nicht möglich. Wikipedia unter Zelltheorie: Neue Individuen entstehen stets aus lebenden Zellen durch Zellteilung, niemals kann eine Urzeugung, also die Entstehung von Zellen aus totem Material, beobachtet werden. Durch die Arbeiten Louis Pasteurs wurde die Möglichkeit der Urzeugung (generatio spontanea) endgültig ausgeschlossen. Es gibt Leute, die sagen, diese beiden Schritte gehören nicht zur Evolutionstheorie. Die Bibel sagt, dass Gott der Urheber ist. Wenn die ET diese Grundlagen schon nicht glaubwürdig erklären kann, dann muss an ihrer Wissenschaftlichkeit gezweifelt werden. 3. Entstehung von kodierter Information in den Genen der lebenden Zellen. Die Informationswissenschaft kann uns bestimmt sagen, dass es unmöglich ist, dass soviel komplizierte, sinnvolle Information wie die Erbinformation entstehen kann, ohne einen Urheber. 4. Der Schritt von den Erbinformationen einer Tierart zu qualitativ höheren Erbinformationen einer höheren Tierart. (Bei der Mikroevolution werden Informationseinheiten gemischt und neu zusammengestellt. Es entstehen keine völlig neuen Information, die es vorher noch nicht gab.) 5. Der Schritt vom Tier zum Menschen. Die Wissenschaft kann noch nicht erklären, worin der Unterschied wirklich besteht. Soweit wir den Unterschied kennen, kann die Wissenschaft nicht sagen, wie er geschehen ist. Wo kommt die Innerlichkeit - Denkfähigkeit, Bewusstsein, Selbstbewusstsein - her? 6. Was macht den Menschen überhaupt fähig, Wissenschaft zu betreiben, die Natur in eine systematische Ordnung zu bringen, Naturgesetze herauszufinden usw.? Ohne Wille, Plan, Ziel, Intelligenz, Ausführungsvermögen ist das alles nicht möglich. 7. Entstehung der Naturgesetze. Gesetze entstehen durch einen Gesetzgeber, der auch die Einhaltung überwacht und bei Nichteinhalten die Konsequenzen zieht. ??? Evolutionstheorie ist Fakt ??? !!! Evolutionstheorie ist Glaube !!! !!! Schöpfungslehre ist Glaube !!!

"Wir bezweifeln die Behauptung, dass zufällige Mutation und natürliche Selektion der Komplexität des Lebens zu Grunde liegen. Sorgfältige Untersuchungen der Belege für Darwins Theorie sollten gefördert werden." Diesen Satz haben über 700 Wissenschaftler unterschrieben. >>> www.dissentfromdarwin.org/

Beim "Intelligent Design" geht es nicht darum, wie intelligent der Designer ist, sondern ob Designer oder von selbst. über "ID - Intelligent Design Leserbrief an "Herborner Echo" zu: "Gott ist kein Detaildesigner" v. 31.August 2007 "dazu ein paar Worte: "Unintelligentes Design" = ohne Design = ohne Designer = ohne Schöpfer = Eine Uhr entsteht von selbst, eine "einfache" , lebende Zelle entsteht von selbst, unser Gehirn entsteht von selbst. In www.ge-li.de/argument.htm habe ich einige Argumente gegen diese "Evolutionstheorie" aufgestellt. "Intelligent Design" = Design durch einen intelligenten Designer = = Eine "einfache", lebende Zelle kann nur entstehen, wenn ein intelligenter Designer (Schöpfer) sie baut. Die Wissenschaft weiß, dass eine Zelle nur aus einer Zelle entstehen kann, nicht von selbst. Wenn man bei Wikipedia unter "Zelltheorie" nachsieht, findet man: "niemals kann eine Urzeugung, also die Entstehung von Zellen aus totem Material, beobachtet werden. Durch die Arbeiten Louis Pasteurs wurde die Möglichkeit der Urzeugung (generatio spontanea) endgültig ausgeschlossen." Was für eine "einfache", lebende Zelle gilt, gilt noch viel mehr für das Auge oder das Gehirn eines Menschen. Die Intelligenz des Menschen reicht nicht zur Erschaffung einer "einfachen" Zelle, die schon unwahrscheinlich kompliziert und von der heutigen Wissenschaft noch nicht voll verstanden ist. Der "Designer" muss also mit der höchsten Intelligenz ausgestattet sein. Er muss den Willen haben, etwas zu erschaffen. Er muss ein Ziel damit haben. Er muss einen Plan machen. Er muss den Plan umsetzen können usw. Kein Wesen innerhalb des geschaffenen Universums ist dazu in der Lage. Die Bibel bezeugt ein Wesen, das diese Eigenschaften besitzt, das außerhalb des Universums ist, es ist der allwissende, allmächtige, ewige, gerechte, liebende Gott. Er sagt und es geschieht. Der Titel stimmt "Gott ist kein Detaildesigner". Gott "ist" der Designer. Die Bibel ist die glaubwürdige Mitteilung Gottes an uns Menschen. Es lohnt sich, sie als wahres Wort Gottes zu lesen. "

Dies war der naturwissenschaftliche Teil. Es folgt noch der theologische Teil von Pfarrer Olaf Schmidt (auf dem Foto ganz links) und dem Gastgeber Pfarrer Günther Geiß

Die anschließende Diskussion kann man hier anhören (mp3-Datei) Wenn ich manchmal zu laut geworden bin, bitte ich das zu entschuldigen. Zu bedenken ist aber, dass das Mikrofon direkt bei mir war. Der "naturwissenschaftliche" Teil hat den Titel "Ich glaubte an die Evolutionstheorie" Der "theologische" Teil hat den Titel "Kann ich der Bibel als Gottes Wort vertrauen?" Der "abschließende" Teil hat den Titel "Waren Adam und Eva die zwei ersten Menschen" Der Artikel über den Abend mit der Überschrift "Gott ist kein Detaildesigner" vom 28.08.07 hier 2 Leserbriefe dazu

Kommentare:

  1. http://zephyrsline.blogspot.com/17/11/07 13:16

    Lb. Herr Lingenberg!
    Ihren Artikel fand ich sehr interessant und ich teile auch die Skepsis gegen Beiträge von Naturwissenschaftler, die die Begrenztheit ihrer Sicht ignorieren und Erklärungen für alles und jedes liefern (etwa vom Typus: Nichts anderes als ...). Die gleiche Skepsis gegen die IDesigner. aber sind Sie, wenn Sie die ID als Detaildesigner ablehnen, die Designerklärung aber für die "unbezwingbaren Hindernisse" in Anspruch nehmen, nicht in der gleichen Situation wie die IDesigner. Für das Anfangsproblem (Pkt 1) würde ich ihnen zustimmen (wegen fehlender physikalischer Kenntisse meinerseits und vielleicht wird das Problem für immer ein Rätsel sein) Die andern Punkte sind Ereignisse "in dieser Welt" Zum Pkt 2.gibt es Experimente (Miller Experiment, Hyperzyklus von Eigen), die das Rätsel zwar nicht lösen, aber doch zeigen, daß zwischen belebter und unbelebter Welt kein unüberbrückbarer Graben besteht. Zu Pkt 4. gibt es Beispiele, die den Übergang zwischen Klassen (Reptilen - Vögel: =Archäopteriyx) zeigen, etc. Kurzum: Die unbezwingbaren Punkte scheinen mir möglicherweise nur solche zu sein, über die man zur Zeit nichts sagen kann. Nun ist die Evolutionstheorie wie alle Naturwissenschaft eine Insel in einem Meer von Nichtwissen. Zu den "unbezwingbaren Hindernissen" gibt es Arbeitshyothesen, theoretische Entwürfe und vielleicht auch einmal Lösungen. - Vielleicht werden dann die Theologen einmal mit einen anerkennenden Lachen über den "großen Alten" sagen: Nein, wie dumm von uns, aber wir haben es ja immer gewußt -deus semper maior!
    B.M.

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  2. Hallo B.M.
    es freut mich, dass Sie auch die Aussagen in den Medien kritisch sehen, die uns einreden wollen, die Wissenschaft hätte oder bekäme in absehbarer Zeit das volle Wissen über die Natur. Ich bin kein Wissenschaftler, ich kann mich nur mit dem beschäftigen, was die Wissenschaftler veröffentlichen. Ich sehe, dass hier falsche Fronten aufgebaut werden. Uns wird eingeredet, es gäbe die Hauptfront Schöpfungsglaube gegen Wissenschaft. In Wirklichkeit gibt es diese Front aber nicht. Alles, was mit heutigen Experimenten bestätigt werden kann, ist mit dem Schöpfungsglauben voll vereinbar. Die gesamte Wissenschaft käme ohne Schöpfung nicht weiter. Jedes Experiment ist Schöpfung. Kein Experiment entsteht von selbst oder entwickelt sich von selbst. Ohne Intelligenz kann die Wissenschaft einpacken.
    Es besteht eine Front bei Neuentstehung, Höherentwicklung zwischen der "Evolutionstheorie" und der "Schöpfungstheorie". Es muss also kritisch geprüft werden, wie wissenschaftlich sind die Aussagen beider "Theorien". Jeder Theorie, die keine Beweise liefert, muss geglaubt werden. Das ist bei beiden der Fall.
    Intelligent Design sehe ich als eine Untertheorie der "Schöpfungstheorie". Sie sagt aus, dass kompliziert aufgebaute und handelnde Systeme einen Designer haben müssen, also einen Schöpfer. Unter Detaildesigner würde ich einen Designer vermuten, der nur irgend ein Detail des komplizierten Systems geschaffen hat. Das ergibt keinen Sinn.
    zu Punkt 1) Die Wissenschaft kann uns nicht überzeugend erklären, wie Materie entstanden ist.
    zu Punkt 2) Jahrzehnte voller Miller Experimente haben gezeigt, dass der Graben zwischen unbelebter und belebter Welt sogar durch Einsatz von Wille, Plan, Intelligenz und Arbeit unüberbrückbar ist. Das bedeutet, der Mensch ist als Schöpfer des Lebens unfähig. Der Schöpfer muss qualitativ erheblich höher sein. Es kann eigentlich nur der allmächtige Gott sein.
    "Die entscheidenden Fragen über die Bedeutung von Hyperzyklen für die Entstehung von Leben sind also, wie die notwendigen Randbedingungen in einer präbiotischen Situation eingestellt und aufrechterhalten werden können. Weiter ist fraglich, ob die von Eigen geforderten Anfangsbedingungen für die Entstehung eines Hyperzyklus irgendeine Entsprechung auf einer hypothetischen frühen Erde haben. Für beide Fragen gibt es derzeit keine belastbaren positiven Belege." aus: http://www.genesisnet.info/schoepfung_evolution/f85_105.php
    zu Punkt 4) Fakt ist, dass die vielen Zwischenglieder, die es eigentlich geben müsste, einfach fehlen. Die Mosaiktypen wie der Archaeopteriyx passen nicht in eine Entwicklungslinie. Mosaikformen haben Eigenschaften verschiedener Gruppen und stehen für sich selbst als eigener Typ.
    Auf evolutionstheoretischer Seite gibt es Arbeitshypothesen. Diese gibt es auch auf schöpfungstheoretischer oder Intelligent Design-Seite. Es sind Annahmen ohne Lösungen und müssen geglaubt werden.
    Vielleicht gibt es einmal Lösungen. Vielleicht werden dann die Evolutionstheoretiker einmal mit einem anerkennenden Lachen über den "großen Alten" sagen: Nein, wie dumm von uns, wir als Wissenschaftler hätten es doch wissen müssen - Gott ist immer größer, als wir ihn denken können. Er muss ja so groß sein, sonst könnte er kein Leben schaffen.
    Gerhard

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  3. http://zephyrsline.blogspot.com/2/12/07 23:06

    Lb. Herr Lingenberg!
    Noch ein Letztes: Ich sagte es in meinem ertsen Kommentar schon: In der Naturwissenschaft und so auch in der Biologie gibt es mehr terra incognita als bekanntes Land. Ein ehrlicher Wissenschaftler/Mensch wird das aushalten müssen, er wird sich nicht, nur um etwas bisher Unverstandenes zu erklären, Ursachen aus den Fingern saugen. Würde er es tun, so müßte er seine Aussagen der wissenschaftlichen Methode, d.h. im Wesentlichen der Überprüfbarkeit unterwerfen. Würde man die Schöpfungsgeschichte als Theorie verstehen, so müßten auch ihre Aussagen der Prüfbarkeit unterzogen werden. Also müßte im Bezug auf ID der Beweis vorgelegt werden, daß an irgendeiner Stelle in der Geschichte des Lebens ein göttlicher Eingriff (Gott als Erklärung für bisher Unverstandenes wäre im Übrigen ein Lückenbüßergott) stattfand. Wohlgemerkt, es geht mir dabei nicht um Evolutionsgeschichte, also darum, daß Gott zu einem bestimmten Zeitpunkt eingriff, sondern um die Erklärung des Wie. Wie wäre ein Gott als Evolutionsfaktor neben Selktion, Mutation u.a. zu erklären?
    Viele Grüße!
    B.M.

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  4. Hallo B.M.,
    die Aussagen der Bibel müssen natürlich genau so der Prüfbarkeit unterzogen werden. Kann man z.B. prüfen, wie Leben entstanden ist? Das kann schöpfungsmäßig und evolutionsmäßig nicht geprüft werden.
    In Bezug auf ID müsste der Beweis eines göttlichen Eingriffs vorgelegt werden, wie Leben entstand (an irgendeiner Stelle in der Geschichte des Lebens). Das kann die ID nicht. Aber es könnte einmal bewiesen werden, dass ein Schöpfer notwendig ist. Die Evolution müsste beweisen, dass dieses Wunder von selbst geschah. Louis Pasteurs hat wissenschaftlich nachgewiesen, dass eine Entstehung von Leben von selbst im Rahmen der Evolution nicht möglich ist. Gott ist kein Lückenbüßer, er ist für mich die bessere Alternative.
    Für alle die, die annehmen, dass Gott durch Evolution (Makroevolution) schafft, ist Gott der Lückenbüßer, der für die unüberwindbaren Sprünge der Evolution einspringt. Gott tut alles das, was die Makroevolution tun sollte. Die Makroevolution überlässt alles Gott und ist selbst entlassen. Bleibt nur die Mikroevolution (Entwicklung, Variation innerhalb der von Gott geschaffenen Arten). Auch, wer an die Schöpfung glaubt, hält diese Evolution für real. Sie geschieht. Vorhandene Gene werden benutzt, um eine große Variation entstehen zu lassen. Dies ist keine Höherentwicklung.
    Nach Aussage der Bibel ist jeder Mensch so von Gott gewollt, wie er ist. Nach Verschmelzung von Samen- und Eizelle hat ein Mensch schon genau die Genzusammenstellung, die Gott für ihn vorgesehen hat. Gott benutzte dazu seine Vererbungs- und anderen Naturgesetze und auch Mutation und Selektion. Hier beginnt das Leben dieses einen Menschen, nicht erst einige Wochen oder Monate später. Das ist alles zum großen Teil von der Wissenschaft bestätigt.
    Wie die großen Sprünge wie Entstehung von Leben überwunden werden, kann die Evolution nicht erklären. Wie könnte es Gott gemacht haben? Zur Entstehung von Materie: Vielleicht gibt es überhaupt keine kleinsten Teilchen, sondern sie bilden sich aus anderen Kräften wie Energie, Geist und Gedanken. Leben entsteht nach der Bibel aus Odem. Solange Gott diesen Gedanken denkt, besteht der Mensch. Solange Gott den Odem lässt, lebt der Mensch. Ob die Wissenschaft herausfindet, was Odem ist? Kann sie selbst Odem machen? Wird Gott das zulassen?

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  5. Zephyrsline7/12/07 17:45

    Hallo!
    Zitat:
    " Kann man z.B. prüfen, wie Leben entstanden ist? Das kann schöpfungsmäßig und evolutionsmäßig nicht geprüft werden."...." Louis Pasteurs hat wissenschaftlich nachgewiesen, dass eine Entstehung von Leben von selbst im Rahmen der Evolution nicht möglich ist."

    Eine Biologie, die sagt, daß das nicht erklärbar ist, würde dadurch eine Aussage machen, die ihr als Biologie nicht zusteht. Man bemüht sich den Beweis zu erbringen, daß es möglich ist, ein selbstreplizierendes System im Experiment zu erzeugen. Wenn das bisher nicht gelungen ist, ist das kein Beweis, daß es nie gelingt. - Pasteuer hat nicht bewiesen, daß die Entstehung von Leben auf evolutive Weise nicht möglich ist, sondern er hat lediglich gezeigt, daß es eine Urzeugung von Leben jetzt noch, nicht vorkommt , daß also Leben stets aus Leben entsteht.So ist es jetzt, aber das sagt nichts darüber aus, ob es nicht doch gelingt, ein lebendes System im Reagenzglas zu erzeugen.

    Zitat:
    "..Leben entsteht nach der Bibel aus Odem. Solange Gott diesen Gedanken denkt, besteht der Mensch. Solange Gott den Odem lässt, lebt der Mensch. Ob die Wissenschaft herausfindet, was Odem ist?.."

    Leben ist nach der heutigen Vorstellung in der Biologie eine Systemeigenschaft, etwa so, wie wenn man aus allen Teilen (Spulen, Kondensatoren, Transistoren und was weiß ich) aus denen ein Radio besteht, ein solches zusammensetzt. Dann macht es Musik, was die Einzelteile nicht tun. Das ich das Radio nicht zusammensetzen kann, spricht nicht gegen die Tatsache, das die Eigenschaften des Radios eine Systemeigenschaft darstellen. Wenn ich wählen soll, so ist der Ausdruck Systemeigenschaft für mich etwas erhellender als Odem, wenn mir auch nicht klar ist, was denn das ist, eine Systemeigenschaft.
    Viele Grüße!
    Ps.
    Im Forum Grenzfragen gibt es mp3 Dateien. Unter anderem einen Vortrag von Prof. Schuster , der Mitarbeiter des, sagen wir mal, Evolutionsbiologen Prof.Eigen (Nobelpreis) war, über den Stand der modernen Evolutionstheorie. Sehr erhellend!

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  6. Hallo Zephyrsline,
    in der Biologie geht es um Leben. Wenn die Biologen nicht erklären können, wie Leben entstanden ist, dann verstehe ich die Aussage nicht: Evolution ist wissenschaftlich bewiesen, Schöpfung ist nicht wissenschaftlich. Bei der Schöpfung geht es um die Erschaffung der einzelnen Arten von Lebewesen "jeder Grundtyp nach seiner Art". Damit ist schon viel erklärt: Vorher war nichts, dann entstanden einzelne Typen in kurzer Zeit zwischen Abend und Morgen. Gott schuf durch sein Wort, also nach Plan und Wille. Ich finde das wissenschaftlicher als: es entwickelte sich von selbst aus Nichts.
    Solange die Biologen keine stichhaltige Erklärung liefern können, gilt als wissenschaftlich, dass das Leben erschaffen wurde. Wenn den Biologen der Beweis, dass Leben von selbst entsteht, irgendeinmal gelingen sollte, dann erst kann man sagen, die Evolutionstheorie ist wissenschaftlich. Es reicht nicht, dass man einmal ein lebendes System im Reagenzglas erzeugen kann. Man muss auch die Erklärung finden, wie das ohne Reagenzglas, ohne Eingriff von außen geschehen kann. Man muss die Kräfte benennen können, die das bewirken. Solange gilt: Leben entsteht nur aus Leben.

    Das Radio ist ein gutes Beispiel dafür, was Leben nicht ist. Das Radio ist eine Maschine, kein Lebewesen. Man kann mit dem Radio Musik hören. Eine Systemeigenschaft des Radios wäre also, Hörbarmachen von Information. Nach Wikipedia sind Systemeigenschaften: "Unter den Systemeigenschaften versteht man einen Satz Eigenschaften, die für ein System charakteristisch sind. Sie ergeben sich einerseits aus den Eigenschaften der Elemente des Systems und andererseits aus der Systemstruktur, also ihren Beziehungen untereinander."
    Wenn ein Radio ein lebendes System wäre, welche Systemeigenschaften müsste es besitzen? Hörbarmachen von Information wäre nicht schlecht, wäre aber evt. nicht unbedingt nötig.
    Ich bin hier überfordert, aber Biologen sind eingeladen, die Systemeigenschaften eines lebenden Systems aufzuzählen. Es reichen die Eigenschaften, die unbedingt notwendig sind.
    Später könnten die Evolutionsbiologen erklären, wie diese Eigenschaften durch die Evolution entstanden sind.

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